Testbericht Lexicon I-O FW810S
Von Ulf Kaiser - Keys 3/09
Das I-O FW810S Audio-Interface verfügt über ein internes Netzteil und kann via Firewire 400 an einen Computer angeschlossen lässt. Selbstverständlich haben die sole bietet zehn Eingänge, eine in unterschiedlicher Lautstärke werden. Auf einer Höheneinheit im 19-Zoll-Format beherbergt es acht Mikrofonvorverstärker, ebenso viele als Klinkenbuchsen ausgeführte Ausgänge, eine getrennte, frontseitig pegelbare Analogsumme sowie SIPDIF- und MIDI-Schnittstellen in einem robusten, elegantenn Metallgehäuse. Die Besonderheit: Alle analogen Eingänge verfügen über üppige interne Möglichkeiten zur digitalen Signalbearbeitung in Form von Kompressor, Limiter, Noise Gate, Expander und Equalizer. Hinzu kommt ein quasi latenzfreier Monitormixer mit einem Lexicon-Onboard-Halleffekt.
Auch die technischen Daten geben sich vielversprechend: Das Audio-Interface verfügt über 24 Bit-Konverter mit einem Rauschabstand von 110 dBA laut Hersteller, die mit Abtastraten bis 96 kHz umgehen können. Alle Anschlüsse sind symmetrisch ausgeführt und vertragen, beziehungsweise liefern hohe Pegel von über 20 dB. Die verbauten dbx-Mikrofonvorstufen bieten bis zu 55 dB Vorverstärkung, die sich über frontseitige Gainregler lässt. Selbstverständlich haben die Preamps auch eine, in diesem Fall paarweise zuschaltbare, 48 Volt- Phantomspannung für den Einsatz von Kondensatormikrofonen. Gemeinsam mit der vorbildlich einfachen Treiberinstallation werden bei Bedarf auch die mitgelieferten Beigaben Cubase LE4, eine Light-Version des beliebten Schlagzeug-Samplers Toontrack EZ Drummer und das hauseigene VST-Hall-Plugln Lexicon Pantheon II installiert - allesamt sowohl mit Mac OS als auch mit Windows - Betriebssystemen kompatibel. So ist das I-O FW810S schnell einsatzbereit. Vor dem Sequencerstart sollte man allerdings unbedingt zunächst den schnellen DAW-Modus zum Erzielen von bestmöglichen Latenzzeiten aktivieren.
Dreh- und Angelpunkt ist das Monitorkontrollfeld mit seinem fertig konfigurierten Mischpult. Diese Monitorkonsole bietet zehn Eingänge, eine Stereosumme und vier stereofone Auxwege mit eigenen Panoramareglern. Letztere sind fest auf die Ausgangspaare 1/2, 3/4, 5/6 sowie 7/8 geroutet und dienen dem Erstellen unabhängiger Monitormischungen - sie sind deshalb sinnvollerweise unabhängig von der Lautstärkeregelung des Kanals. Alternativ lassen sich die Ausgänge aber auch als Einzelausgänge der DAW nutzen, um beispielsweise ein Surround-Setup zu adressieren oder die Signale auf eine externe Mischkonsole auszugeben. Gleiches gilt für den SIPDIF-Ausgang, der entweder einzeln aus dem System beschickt werden kann oder aber den Summenausgang dupliziert...
