Testbericht JBL VRX 928LA und VRX 915S
Von Anselm Goertz - Production Partner 7-8/07
Fazit: Die VRX Serie von JBL wurde zur proklight+sound 2007 um ein kleines 8" Line-Array-Element und einen dazu passenden 15"-Subwoofer erweitert. Das Line-Array wurde nach dem Constant Curvature-Verfahren für einen festen Winkel von 15° optimiert, was zum einen ein kompromissloses Design des Waveguides erlaubt und für den Anwender die Handhabung deutlich vereinfacht. Die damit einhergehenden Einschränkungen für die Konfiguration des Systems werden in gewissen Grenzen durch das Amplitude Shading wieder ausgeglichen und dürften für die VRX928 typischen Array-Größen von zwei bis maximal sechs Systeme nicht wirklich kritisch sein. Die Bestückung und Ausführung der VRX entspricht dem, was man von professionellen Systemen eines Herstellers wie JBL erwartet. Besonders gut gelungen ist auch die vollständig integrierte Flugvorrichtung, die es erlaubt, mit nur wenigen Handgriffen ein Array zusammenzusetzen.
Auch von der messtechnischen Seite betrachtet, kann man über das kleine VRX-System nur Gutes verlautbaren. Eine insgesamt sehr harmonische Abstimmung ohne Schwachpunkte mit einer fast perfekten Directivity und Kopplung im Array kann speziell für diese Größenklasse auch heute noch überraschen. Die guten Messwerte spiegelten sich auch im Hörtest wider, wo das VRX sich mit einer sehr detailreichen, neutralen und angenehmen Wiedergabe auch für höchstanspruchsvolle Einsätze zu empfehlen wusste. Richtig eingesetzt hat man es hiermit einem sehr flexiblen und leicht anzuwendenden kompakten PA-System höchster Güte zu tun. Ein abschließender Blick in die Preisliste vermag zum Glück die Freude nicht zu trüben.

