Testbericht GENELEC 8030A und 8050A

Von Fritz Fey - Studio Magazin 8/04

Studio Magazin 8/04
Studio Magazin 8/04

Da sind auch die schöneren, offeneren und vor allem natürlicheren Höhen. Aber das ist alles nichts gegen die Stereoabbildung! Einfach sensationell! Die Musik klebt nicht an den Lautsprechern, der Bereich der Stereomitte ist wunderbar aufgelöst, die Tiefe der Räume ist extrem plastisch, ohne künstlich oder spektakulär zu wirken. Das Klangbild wirkt vollständig und homogen, bis ins Detail aufgelöst mit ausgezeichneter Transientenwiedergabe und lässt mehr Bewegungsspielraum im Bereich der Abhörposition zu. Aber das klingt mir eigentlich sprachlich alles noch nicht stark genug. Sie müssen das hören. Eine fix mit den 8050A angefertigte Mischung ging leicht von der Hand. Die Mischbalance war schnell gefunden, der Pegel der Solostimme eine Entscheidung von Sekunden. Das mag auch daran liegen, dass die Phantommitte nicht mehr so wie bisher aus den Lautsprechern fällt.

Mit der 8000er Serie hat Genelec tatsächlich einen Quantensprung in der eigenen Lautsprecherentwicklungsgeschichte vollzogen und damit seinen Anspruch auf Marktführerschaft überzeugend bestätigt. Die erweiterte DCW-Technologie besticht durch eine phänomenale räumliche Abbildung; die neuen Chassis, nebst Endstufen und Weichen lassen ‚lieb gewordene’ Schwächen der Vorgängergeneration vergessen: herausragend die Präzision und Dimension der Tiefen, die Klarheit in den unteren Mitten und die natürliche Abbildung der Höhen mit feinsten Transientenkonturen. Ein Gewinner auf der ganzen Linie.

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