Testbericht GENELEC 8030A mit 7060B

Von Harald Wittig - Professional Audio 3/08

Professional Audio 3/08
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Schon frisch ausgepackt, punktet die Genelec-Anlage mit einer feinen Auflösung und einer hohen Trennschärfe der Schallereignisse, ergänzend durch eine sehr gute Tiefenstaffelung. Dieser erste Eindruck verbessert sich nach zweitägiger Einspielzeit sogar noch. Der Hochtöner gefällt spontan mit seiner klaren, verzerrungsresistenten Wiedergabe, die auch deutlich teureren Lautsprechern gut zu Gesicht stände. So erklingen Soloinstrumente wie Violinen, Flöte nicht zuletzt dank der sehr guten Raumdarstellung der Monitore mit einer fast greifbaren Körperhaftigkeit voller klang-farblicher Details und lassen die tontechnisch beeindruckenden Tacet-Produktionen im angemessenen Glanz erstrahlen.

Das ergreifende Sopran-Solo in der Bouzignac-Motette „Dum silentium“ schwingt sich mühelos in die Höhen und schmeichelt auch noch bei hoher Abhörlautstärke den Ohren. Die Anbindung an den Mittenbereich ist Genelec bei den 8030A sehr gut gelungen, zudem leisten sich die Monitore weder im Bereich der unteren noch im Präsenzbereich Ausreißer – tatsächlich klingen die Lautspr-cher über den gesamten Frequenzbereich ausgewogen und klar. Wirklich sehr gut ist die starke Phantommitte der Monitore, gerade auch im kritischen Bereich zwischen dem Rs- und dem Ls-Lautsprecher, die wir der Bouzignac-Komposition „Stella refulget“ optimal überprüfen können: Hier kommt die Solostimme nämlich von hinten und ist exakt mittig platziert.

Das 5.1-Set von Genelec, bestehend aus fünf 8030A Monitoren und dem Subwoofer 7060B hinterlässt einen durchweg guten Eindruck. Gerade Surround-Aufsteigern ist diese in sich stimmige und klanglich überzeugende Anlage zu empfehlen, denn sie ermöglicht Mehrkanal-Mischungen auf professionellem Niveau.

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