Testbericht Crown XLS 5000
Von Alexander Rothenberg - amazona.de 4/09
Bewertung Klang und Praxis: So wie der Crown aussieht, klingt er auch. Wuchtig, kompromisslos, sauber, charismatisch, fett - mit anderen Worten: "amerikanisch". Die hohen Leistungsreserven machen sich im Lautsprechersignal durchaus bemerkbar. Aufgrund ihres hohen Energiebedarfs profitieren vor allem der Bass und die unteren Mitten. Die Regel - es dürfe bei der Endstufe gern ein bisschen mehr sein, geht hier voll auf. Nun ist der Crown-Bolide bei knapp 2000 Watt Leistungsaufnahme nicht gerade eine Ökotest-Empfehlung, aber auf der Haben-Seite braucht man eben auch beim Sound keine Abstriche durch irgendwelche zweifelhaften Effizienz-Elektroniken zu fürchten.
Der XLS5000 läuft auch an zwei Ohm, aber die Neigung zu Verzerrungen erhöht sich um das Zehnfache, was mit einer stärkeren Belastung der Hochtöner einhergeht. Bleiben Sie besser bei 4 Ohm und kalkulieren Sie einen eigenen, wohl dimensionierten Verstärker für das überzählige Boxenpaar ein. Auf lange Sicht kann diese Variante (nach dem dritten getauschten Tweeter) sogar billiger sein - und auch das Publikum wird es Ihnen danken.
Fazit: Wer seiner Diskothek oder seiner Veranstaltungshalle einen starken und soliden Verstärker-Boliden mit einem wirklich guten Klang und fairem Preis spendieren will, sollte sich den Crown XLS5000 unbedingt näher anschauen. Dank der hohen Leistungs-Reserven bietet sich auch eine aktive Ansteuerung von Subwoofern im gebrückten Modus an. Viele Verleihfirmen und mobile Veranstalter dürften hingegen von den knapp 30 Kilogramm Eigengewicht abgeschreckt werden.
Plus:
+ Viel Leistung
+ Funktioniert an 2 Ohm
+ Klarer, satter, charismatischer Sound
Den vollständigen Testbericht finden Sie bei amazona.de

